Röpersbergklinik_Luftaufnahme

Wieder kontinent werden, wieder Lebensqualität gewinnen

Bestrahlung, Operation und Chemotherapie können körperliche und psychische Folgen haben, die oftmals erheblich die Lebensqualität mindern. Eine Anschlussheilbehandlung (AHB) oder eine Rehabilitation zu nutzen, um wieder auf die Beine zu kommen, ist deshalb sinnvoll. 

Ein wesentliches Ziel in der urologischen Rehabilitation ist die Wiedererlangung oder Sicherung der Harnkontinenz. Wir unterstützen unsere Patienten darin, möglichst bald schon wieder ihre Harnfunktion kontrollieren zu können. Patienten, die mit unseren hochmodernen bildgebenden Verfahren trainieren, sind im Durchschnitt vier Monate früher wieder kontinent als ohne ein solches Training.

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Reha von bösartigen und gutartigen urologischen Erkrankungen

Bösartige urologische Erkrankungen

  • der Prostata
  • der Niere / des Nierenbeckens
  • der Harnblase
  • der Harnleiter
  • der Hoden
  • des Penis

Gutartige urologische Erkrankungen

  • Prostataadenom
  • Entzündung der ableitenden Harnwege
  • Urolithiasis (Steinleiden)
  • Harnblasenentleerungsstörungen

Diagnose und Entwicklung eines Therapieplans

Durch modernste diagnostische Verfahren und spezifische laborchemische Analysen lassen sich urologische Erkrankungen immer früher und präziser diagnostizieren. Es stehen heute eine Vielzahl von therapeutischen Möglichkeiten zur Verfügung, sowohl für die medikamentösen, operativen aber auch interventionellen (z. B. Bestrahlung) Behandlungsansätze.

Aufgabe der urologische Rehabilitation ist es, unter anderem die Folgen der unterschiedlichen vorangegangenen Therapien gezielt zu behandeln, um dem Patienten eine möglichst rasche Wiederaufnahme seines täglichen Lebens zu ermöglichen.

Analyse von Funktionseinschränkungen

Einer systematischen Befragung und Erhebung Ihrer Krankengeschichte (Anamnese) folgt eine allgemeine körperliche und schließlich die fachärztliche Untersuchung, in der das aktuelle Beschwerdebild ermittelt, Funktionseinschränkungen geprüft werden. Gemeinsam mit dem Facharzt formulieren Sie die Ziele Ihres Reha-Aufenthalts in der Röpersbergklinik. 

Dazu stehen uns neben laborchemischen Untersuchungen von Blut und Urin die Sonographie/Dopplersonographie, urodynamische Vermessungen aber auch endoskopische Verfahren im Rahmen von speziellen Fragestellungen zur Verfügung.

 

Nachsorge in achtsamer Umgebung

So vielfältig wie die unterschiedlichen Therapieoptionen in der Urologie sind, so vielfältig sind auch die Therapieansätze für mögliche nachfolgende Funktionseinschränkungen.

Nach klassischen operativen urologischen Eingriffen wie z.B. der Entfernung der Prostata, der Harnblase oder einer Niere stehen häufig Probleme wie Urininkontinenz und postoperative Schmerzen im Mittelpunkt des Beschwerdebildes. Die Behandlung erfolgt immer im Team aus Ärzten, Physiotherapeuten und Pflegepersonal, wobei wir besonderen Wert auf die gesamtheitlichen Zusammenhänge legen. 

Im Vordergrund der Inkontinenzbehandlung steht ein intensives krankengymnastisches Üben und Trainieren zur Kräftigung des Beckenbodens. Parallel dazu kommen bei Bedarf unterschiedliche Biofeedbackmethoden zum Einsatz, die dem Patienten eine direkte Kontrolle über die Visualisierung des Beckenbodens bieten und es ihm ermöglichen, die krankengymnastischen Übungen korrekt und deshalb besonders effektiv durchzuführen. So können wir die Aktivität der beteiligten Muskeln sonographisch oder auch endoskopisch sichtbar machen. Ein bei Beginn und zum Ende des Aufenthaltes durchgeführter standardisierter Kontinenztest hilft uns bei der Beurteilung des Behandlungserfolges.

Schmerztherapie nach urologischen Eingriffen

Der Schmerztherapie nach urologischen Eingriffen geht immer eine genaue Analyse der Schmerzursache voran, um dann je nach Art und Ursache des Schmerzes medikamentös aber auch physiotherapeutisch behandeln zu können. In schweren Fällen erfolgt dabei auch eine begleitende psychologische Betreuung oder die Einbindung eines Schmerztherapeuten.

Eventuell auftretende Wundheilungsstörungen werden durch speziell geschultes Pflegepersonal versorgt und im Rahmen der regelmäßigen Wundsprechstunde ärztlich behandelt.

Selbstbefähigung durch Information

Bei manchen Patienten besteht nach Erhalt der Diagnose und nachfolgender Therapie aus verschiedenen Gründen noch ein Restinformationsdefizit bezüglich der eigenen Erkrankung, der Prognose oder weiteren Therapieoptionen. Sie erhalten von uns alle Informationen und Wissen aus erster Hand. Mit der richtigen Aufklärung gewinnen Sie Stück für Stück Ihre Eigenständigkeit zurück. In der Rehabilitation unterstützt Sie dabei unser erfahrenes Team aus Ärzten und Therapeuten. Nutzen Sie diese Chance und profitieren Sie langfristig davon. 

Bewegungstherapien, falls notwendig psychologische Begleitung, Ernährungsberatung, Ergotherapie, Sozialberatung, Therapie & Pflege, ein Haus voller freundlicher Mitarbeiter und nicht zuletzt die wunderschöne Seenlandschaft um Ratzeburg, in der die Klinik eingebettet liegt, unterstützen ganzheitlich eine Genesung und Gesundung von Körper und Seele.