Röpersbergklinik_Luftaufnahme

Ablauf Ihrer Reha

  • Aufnahme
  • Reha-Prozess
  • Therapiemöglichkeiten

Es geht los: Ihre Aufnahme 

Reisen Sie am Aufnahmetag bitte im Laufe des Vormittags an. An der Rezeption bekommen Sie einen Termin zur ärztlichen Aufnahmeuntersuchung im Turm 2. OG. Dort erhalten Sie die ersten Untersuchungen durch unsere Medizinischen Fachangestellten: Sie werden gewogen, Ihre Körperhöhe gemessen, ein EKG wird geschrieben. Man wird Ihre Medikation ermitteln und Ihre Angaben mit dem Fragebogen abgleichen, den Sie uns zuvor bereits zugeschickt haben. 

Falls in diesem Fragebogen wichtige Informationen fehlen, werden Sie gebeten, diese noch vor der Aufnahmeuntersuchung zu ergänzen. Erst am Tag nach der Aufnahme erfolgt in der Regel morgens eine Blutentnahme, dann beginnt der eigentliche Rehaprozess.

Rehadiagnostik

Bei der Rehadiagnostik im Rahmen der Aufnahmeuntersuchung geht es nicht um Diagnostik im herkömmlichen Sinn, also um die Abklärung bestimmter Symptome (das ist Sache Ihres Hausarztes), sondern um die Erhebung des derzeitigen Befundes nach der ICF (Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit). Folgende Faktoren werden untersucht: 

  • Sind Störungen der Körperstrukturen und -funktionen vorhanden?
  • Sind Aktivitäten (körperliche und psychische Leistungsfähigkeit) eingeschränkt?
  • Ist die Teilhabe eingeschränkt?
  • Gibt es Förderfaktoren oder Barrieren?

Unsere Stärke ist die interdisziplinäre Arbeit. Ihr Reha-Arzt verordnet bei Bedarf deshalb zusätzlich zur Aufnahmeuntersuchung ein Assessment bei den Kollegen anderer Disziplinen, z.B. Physiotherapeut, Ergotherapeut, Psychologe, der weitere entsprechende Untersuchungen durchführen wird.

Der Arzt oder die Ärztin, der Sie aufgenommen hat, ist Ihr zuständiger Arzt und während der ganzen Rehamaßnahme Ihr Ansprechpartner.

Rehaziele: Sie gestalten Ihre Reha aktiv mit

Anhand der Ergebnisse der Rehadiagnostik formulieren Sie mit Ihrem Reha-Arzt gemeinsam Ihre Rehabilitationsziele, die für Sie und für uns verbindlich sind, d.h. Sie tun Ihr Bestes, um dieses Ziel zu erreichen, wir tun unser Bestes, Sie dabei zu unterstützen. 

Weil wir also im Team arbeiten, brauchen wir Ihre Rückmeldung. Also: Fragen Sie, sprechen Sie an, tun Sie alles, damit Sie zum Experten Ihrer Erkrankung oder Behinderung werden. Denn Ihre Reha ist nur der Anfang. Wir bieten Hilfe zur Selbsthilfe und zeigen Ihnen, wie Sie Ihr Ziel erreichen können. Wir wollen Sie dazu befähigen, nach Ihrer Reha Ihr Ziel weiterverfolgen und schließlich erreichen zu können.

Anhand der vereinbarten Ziele stellt der Arzt Ihren Rehabilitationsplan, die notwendigen einzelnen Therapiemaßnahmen, zusammen. Den Terminplan erhalten wöchentlich in Ihrem Postfach.

  • Visiten +

    Einmal pro Woche wird in der Visite geprüft, ob Sie mit den Therapien zurechtkommen, ob Therapien geändert werden müssen oder können (z.B. höhere Belastungsgruppe beim Sport), ob Sie Ihren Zielen näher kommen, ob eine Verlängerung der Rehamaßnahme erforderlich wird. Zwischenzeitlich erhobene Befunde (z.B. Laborbefunde) werden mit Ihnen besprochen. Sie können die Visite nutzen, um Fragen zu stellen.

  • Abschlussuntersuchung +

    Zum Ende Ihrer Rehabilitationsmaßnahme findet eine Abschlussuntersuchung statt, in der Regel bei dem Arzt oder der Ärztin, der / die Sie aufgenommen hat. Er/sie prüft, wie weit Sie Ihre Ziele erreicht haben. Hier besprechen Sie auch, wie es zu Hause weitergehen soll und klären eventuell noch bestehende Fragen.

  • Abschlussbericht +

    Bei der Entlassung bekommen Sie einen Kurzbrief mit, in dem das Wichtigste für Ihre weiterbehandelnden Ärzte zu Hause steht. Nach Ihrer Entlassung schickt Ihr Reha-Arzt in der Regel innerhalb einer Woche einen Abschlussbericht an alle Ärzte, die Sie bei Aufnahme angegeben haben. 

    Planen Sie auch mit Ihren Ärzten zu Hause Ihre weitere Rehabilitation, ebenso wie mit Angehörigen und Freunden. Fordern Sie Ihr Umfeld auf, Sie weiterhin zu unterstützen, Ihnen Mut zu machen und Sie zu motivieren und – noch besser – vielleicht selbst mitzumachen, z.B. bei einer Ernährungsumstellung. Damit steigen Ihre guten Chancen, gesund und fit, unabhängig und selbstbestimmt zu leben.

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PDF-Download: Meine Rehaziele

Therapien, Verfahren, diagnostische und technische Ausstattung

Im Rahmen der Rehabilitationsmaßnahme können bei Bedarf folgende Therapien fortgeführt werden:

  • Zytostatikatherapie
  • Hormontherapie
  • Antikörpertherapie
  • Interferon- / Zytokintherapie
  • Transfusion von Blut- und Blutprodukten
  • Immunsuppressive Therapie, speziell auch Betreuung nach Nieren-, Knochenmark- oder Stammzelltransplantation
  • Supportive Therapiemaßnahmen einschließlich Schmerztherapie nach WHO
  • Wundversorgung
  • Dialyse (in Kooperation mit der Dialysepraxis im Haus)

Zur Unterstützung Ihrer Rehamaßnahmen bietet die Röpersbergklinik:

  • Lungenfunktionsdiagnostik mit Bodyplethysmographen
  • Polygraphiegerät zur Aufzeichnung der Atmung während des Schlafs zur Optimierung von Behandlungsempfehlungen.
  • endoskopisch videoassistiertes Biofeedback Instrumentarium für das gezielte Trainieren des komplexen muskulären Beckenbodenapparates
  • Endoskopie: Video-Urethro-Cystoskopie
  • Urodynamischer Messplatz
  • EKG (Langzeit-EKG, Belastungs-EKG)
  • PC-gestütztes Hirnleistungstraining
  • Langzeit-Blutdruckmessung
  • Spirometrie
  • Sonographie (Abdomen, Schilddrüse, Mamma, Gefäße); vaginale, rektale und perineale Sonographie; Dopplersonographie
  • gynäkologische Untersuchung
  • Kolposkopie
  • zytologische Abstrichauswertung
  • hausinternes Labor (Blutkörperchenzählgerät, Blutgasanalysegerät, Blutzuckermessgerät, Urinstreifentester, Brutschrank)