Röpersbergklinik_Luftaufnahme

Rehabilitationsformen

  • Anschlussheilbehandlung
  • Medizinische Rehabilitation
  • stationär und ambulant

Anschlussheilbehandlung

Die Anschlussheilbehandlung (AHB) ist eine Rehabilitationsmaßnahme, die sich unmittelbar an einen stationären Krankenhausaufenthalt anschließt. Sie muss in der Regel innerhalb von 14 Tagen nach der Entlassung aus dem Krankenhaus beginnen, möglichst jedoch direkt im Anschluss an einen Krankenhausaufenthalt.

Die Notwendigkeit der AHB wird vom Arzt des Krankenhauses festgestellt. Der Sozialarbeiter im Krankenhaus prüft üblicherweise, welcher Sozialversicherungsträger für die Übernahme der Kosten zuständig ist und leitet den Antrag zur Bewilligung der AHB dann entsprechend weiter. Die Antragstellung erfolgt in enger Abstimmung mit dem Patienten. Auch wenn Sie Mitglied einer privaten Krankenkasse sind, übernimmt der Sozialdienst des Krankenhauses ebenfalls die Antragstellung und klärt die Kostenübernahme.

Ob für Sie eine Anschlussheilbehandlung in stationärer oder ambulanter Form geeignet ist, hängt vor allem von der Art Ihrer gesundheitlichen Einschränkung sowie Ihrer körperlichen Gesamtverfassung ab. Der Krankenhausarzt wird in den meisten Fällen eine Empfehlung aussprechen.

Die Röpersbergklinik ist für folgende AHB-Indikationen zugelassen: 

  • 8 Krankheiten der Niere und Z. n. Operationen an Nieren, ableitenden Harnwegen und Prostata
  • 10c  Atmungsorgane
  • 10d  Niere, ableitende Harnwege und männliches Genitale
  • 10e  Brustdrüse
  • 10f  weibliches Genitale
  • 10k  maligne Systemerkrankungen
  • 11a  gynäkologische Erkrankungen
  • 11b  Zustand nach vaginalen oder abdominalen Operationen

Während der AHB können Patienten, die unmittelbar vor dem Krankenhausaufenthalt Einkommen erhalten haben, Übergangsgeld bekommen. Es ist in der Regel etwas weniger als Krankengeld. Arbeitslosengeld II wird vom Jobcenter weiter gezahlt. Reisekosten übernimmt die Deutsche Rentenversicherung, ebenfalls eventuell anfallende Kosten für Haushaltshilfe und Kinderbetreuung für Kinder unter 12 Jahren.

Die Höhe der Zuzahlung und das entsprechende Abrechnungsverfahren wird vom jeweiligen Kostenträger im Rahmen der Kostenübernahme festgelegt.

Medizinische Rehabilitation (Heilverfahren)

Die medizinische Rehabilitation (Heilverfahren) sollte dann erfolgen, wenn Ihr behandelnder Arzt der Meinung ist, dass die bisher bei Ihnen durchgeführten Maßnahmen der kurativen Versorgung ausgeschöpft sind.

Die Rehabilitation setzt also keinen Krankenhausaufenthalt voraus, sondern kann im Rahmen der Behandlung einer chronischen Erkrankung (z.B. Endometriose) durchgeführt werden.

Sie selbst können in Absprache mit Ihrem Hausarzt oder Ihrem Facharzt einen Rehabilitationsantrag stellen.

 

Zwei Formen der Rehabilitation: stationär und ambulant

Die Leistungen zur medizinischen Rehabilitation werden überwiegend stationär angeboten und durchgeführt. Stationär bedeutet: Sie sind ganztägig mit Unterkunft und Verpflegung bei uns in der Röpersbergklinik untergebracht.

Ihre Behandlungen und Therapien werden individuell gestaltet und auf Ihre Erkrankung abgestimmt. Sie werden dabei nicht nur von Ärzten, sondern – je nach Bedarf – auch von Psychologen, Krankengymnasten, Bewegungstherapeuten oder Diätassistenten betreut. Neben der Linderung Ihrer Beschwerden erhalten Sie aber auch Anleitungen und Schulungen, wie Sie mit den Funktionseinschränkungen durch Ihre Erkrankung oder Behinderung im Alltag verantwortlich umgehen und Ihre Lebensführung darauf einstellen können.

Sie nehmen teil an Informationsveranstaltungen über Erkrankungen, deren Ursachen, Therapiemöglichkeiten und den Stand der medizinischen Forschung. Möglicherweise ist auch eine Umstellung bisheriger gesundheitsschädigender Verhaltensweisen notwendig, um Risikofaktoren wie Übergewicht, Rauchen und Alkohol zu minimieren oder auszuschalten. Dabei unterstützt Sie das ganze Reha-Team.

In der Reha und doch zu Hause

Neben der stationären Reha bieten wir auch die ganztägig ambulante Rehabilitation. Beide sind medizinisch-therapeutisch gleichwertig. Ganztägig ambulant bedeutet, dass Sie sich nur tagsüber in der Röpersbergklinik aufhalten und abends nach Hause zurückkehren. 

Nach einem Behandlungs- oder Therapietag können Sie abends in gewohnter Umgebung entspannen. Für berufliche Wiedereingliederungsversuche kann die Arbeitsplatznähe wichtig sein. Auch ein Kontakt zu Selbsthilfegruppen am Wohnort kann umgehend aufgebaut oder fortgeführt werden. 

Bedingung für die Teilnahme an einer ganztägig ambulanten Rehabilitation ist allerdings, dass Sie nicht weiter als eine Fahrstrecke von 45 Minuten von Ratzeburg entfernt wohnen. Zu einer ganztägig ambulanten Rehabilitation müssen Sie nichts zuzahlen, notwendige Fahrkosten werden erstattet. Einen Anspruch auf Entgeltfortzahlung vom Arbeitgeber beziehungsweise auf Zahlung von Übergangsgeld von der Rentenversicherung haben Sie auch bei der ganztägig ambulanten Reha.